Der Untergang der Stadt Passau

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Carl Amery „Der Untergang der Stadt Passau“

Hi, und noch eine Apokalypse aus dem Bücherschrank.

Der deutsche Schriftsteller Carl Amery veröffentlichte das Werk 1975 bei Heyne.

Für mich einer der Meilensteine deutschsprachiger Science Fiction. Also, fast deutschsprachig, mit starkem bayrischem Einschlag :-). Dazu ein bisschen Küchenlatein…der „Lobgesang auf Leibowitz“ von Walter M. Miller hatte eine breite Wirkung auf die SF dieser Zeit.

Und worum gehts?

Nach der großen Seuche 1983 ist Europa nahezu entvölkert. Die Menschen leben als Bauern oder Nomaden. Zwei dieser Bauern aus Rosenheim werden als Gesandte nach Passau geschickt. Passau hat den „Scheff“ und Elektrizität. Man klammert sich an eine vergangene Zeit und Technologie – und überlebt nur durch die Plünderung der Ressourcen der Stadt und des Umlands. (Ich finde die Figur der „Scheff“-Sekretärin einfach irre.)

Und natürlich will der „Scheff“ die „Bauernfünfer“ ausnutzen. Soviel sei gesagt. Es gelingt ihm nicht.

Ich lese den Roman immer wieder und immer wieder gerne. Lokale Apokalypse, mal nicht in den USA, grandios ge- und überzeichnet.

Der Umfang ist bescheiden. Heutzutage, wo SF oder Fantasy Bücher Seitenzahlen haben, die in die 1.000 gehen, würden die 128 Seiten gerade mal als Kurzgeschichte durchgehen.

Jedoch…mehr ist nicht immer besser. Überflüssiges lässt Amery weg. Er konzentriert sich auf die Geschichte und macht sie durch die gelungene Lokalisierung um so nachvollziehbarer.

Prädikat „Lieblingsbuch“!

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