von Arnold Federbush
Die Mehrheit der relevanten Wissenschaftler ist sich heute darüber einig, dass die Temperatur weltweit steigt. Das Schlagwort lautet „Klimaerwärmung”.
Der Titel macht deutlich, dass die Welt im Roman nicht wärmer wird, sonder innnerhalb von Wochen eine neue Eiszeit hereinbricht.
Federbush breitet das Wissen der 1970-er/1980-er Jahre über die Mechanismen von Klimaänderungen gekonnt unter seiner Handlung aus. In den 1970-er Jahren kämpft der Wissenschaftler Mark Haney erst um Erkenntnis, dann gegen Ignoranz und um Computerzeit auf einem Großrechner, dessen Rechenleistung heute vermutlich von jedem Handy übertroffen wird. Schließlich kämpft er um sein Leben und versagt an seiner Unfähigkeit, sich an die neue Situation anzupassen. Er steckt in einer naiven 70-er Fortschrittsgläubigkeit fest (sagt wer „Silicon Valley 2026? 🙂 ). (Ich glaube als Wissenschaftler auch an den Fortschritt, aber nicht daran, dass er unsere Probleme unverzüglich und unabwendbar lösen wird.)
Hingegen sieht seine Freundin Karen die Kultur der Inuit (im Buch noch „Eskimo“) als das einzige geeignete Vorbild für ein Leben in der neuen Eiszeit.
Technologiegläubigkeit oder Anpassung — Federbush beschreibt eine vergangene Welt, die in den Untergang stolpert.
Ein „uraltes” Buch – und immer noch aktuell. Auch wenn die Kälte wohl eher fernbleiben wird.
P.S. Ich würde Euch gerne das Buchcover zeigen, aber Heyne hat sich wegen meiner Anfrage nach einer Erlaubnis zur Veröffentlichung nicht gezuckt.
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