von Michael G. Coney
Was man so alles in seinem Bücherschrank findet.
„Eiskinder“ („Winter’s Children“) erschien 1975 bei Bastei-Lübbe, die englische Originalausgabe 1974.
Ich hatte über „Eis!“ von Federbush geschrieben. Coneys Helden leben ebenfalls in einer neuen, menschengemachten Eiszeit. Im Gegensatz zu Federbush sind Coney die Ursachen der Kälte fast egal. Er spricht an einer Stelle von einer Verlagerung der Pole. Ein Thema, das vor einigen Monaten erst wieder umlief.
Coneys Geschichte konzentriert sich auf das Überleben von Jackos Gruppe im Kampf gegen Fleischjäger, innere Zwistigkeiten und die widrige Umwelt.
In einer schneebedeckten Welt leben Jacko und seine Gefährt-inn/en in einem Kirchturm, der sich aus der Gleichförmigkeit der Schneewelt erhebt. Sie leben von der Jagd auf die wehrhaften Pads und plündern die Vorräte einer Stadt unter der Eisschicht.
Jacko sucht nach einem Ziel, das die zerstrittene Gruppe einen kann. Als Mignon und der riesige William Charles auftauchen, erfährt er von einem Städtebündnis „windaufwärts“. Sie müssen nur noch an den Fleischjägern vorbei gelangen.
Dann stößt Ajax zu der Gruppe. Er ist der Fiesling der Geschichte und hetzt telepathisch die fleischfressenden Pads auf seine Gegner. In Jackos Freund Shrug findet er einen ebenfalls telepathisch begabten Widersacher. Ajax unterstützt vorgeblich die Suche nach den Städten, schickt Jacko aber zum Zentrum der Fleischjäger. Natürlich entwischt Jacko der Falle und der Unsympath Ajax findet sein verdientes Ende im Magen der Pads, als Shrug ihm die Kontrolle über die Tiere entreißt.
Während eines letzten Konflikts entwischen Jacko & Co den Fleischjägern auf einem von telepathisch gezähmten Schneemaulwürfen (ja, wirklich) gezogenen Schneeboot in die eisfreien Gefilde windabwärts.
Ein kurzweiliges Buch, das mit knapp 160 Seiten für heutige Verhältnisse sehr kurz ist. Als ich es mit dreizehn Jahren oder so das erste Male gelesen habe, hatte es mich – ehrlich gesagt – mehr beeindruckt. Es muss eines der ersten SciFi-Bücher gewesen sein, die ich mir je gekauft habe. Das reicht für einen Platz in meiner Herzensbibliothek ;-). Und es hat mich damals immerhin so beeindruckt, dass ich es heute noch besitze und noch mal gelesen habe. Wenn das mal kein Kompliment ist!
Die Melissas werden es wärmer haben. Aber ich befürchte, egal ob kalt oder warm, dass eine Apokalypse eine Apokalypse bleibt.
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